Encouraging, der Prozess der Ermutigung ist ein  erfolgreiches, einzigartiges psychologisch-pädagogisches Konzept auf der Basis der Individualpsychologie von Alfred Adler, Rudolf Dreikurs und Theo Schoenaker.

Die Individualpsychologie  stellt die Beziehungen zur Gemeinschaft in den Mittelpunkt, sieht den Menschen als soziales, gleichwertiges und zielorientiertes Wesen, das aus individualpsychologischer Sicht immer subjektiv sinnvoll handelt, mit dem Ziel der Zugehörigkeit.

Das Encouraging-Training  vermittelt Grundgedanken der Individualpsychologie,  Menschenkenntnis / Selbsterkenntnis bereichern uns, denn  damit können wir  uns  selbst, aber auch unsere Mitmenschen besser verstehen. Denn hinter  jedem einzelnen Menschen  steckt eine einzigartige Persönlichkeit mit einer individuellen Er- Lebensgeschichte / biografischem Gedächtnis dahinter.

Jeder Mensch  sehnt sich nach Liebe,  Zugehörigkeit,  Wertschätzung und Anerkennung, besonders dann, wenn er  zwischenmenschlichen Konflikten ausgesetzt ist oder sich im Familien - oder Arbeitsalltag behaupten muss.

 Die Individualpsychologie hat dazu wirksame Beziehungsfaktoren:  Ermutigung - Mut -Empathie - Engagement - Kreativität fördern das Zugehörigkeitsgefühl. Aber auch neuere Begriffe wie  "emotionale Intelligenz"  und  "soziale Kompetenz" zeigen deutlich, welche Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen.

"Ermutigung" bewirkt eine Änderung der inneren Haltung bei sich selbst und bei den Mitmenschen, sie erhöht das Gefühl der Selbstachtung und stärkt den Glauben an die eigenen Fähigkeiten...

"Entmutigungen" erzeugen das Gefühl: "nicht gut genug zu sein",  bringen das Selbstwertgefühl und die Beziehungsebene in eine Schieflage und rauben dem Menschen das Wichtigste im Leben, nämlich Mut.

 Mit dem Prinzip Ermutigung bietet die  Individualpsychologie  eine Methode an, die das natürliche Potenzial des Menschen nutzt und fördert - aber auch,  dass man lernt,  Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen,  denn unsere psychische Gesundheit hängt in starkem  Maße davon ab, wie wir  unsere Lebensaufgaben Liebe / Partnerschaft, Familie, Arbeit / Gemeinschaft zufriedenstellend und erfolgreich im Sinne des Gemeinschaftsgefühls meistern.

"Gemeinschaftsgefühl" erfordert bewusste Entscheidung. Selbstbewusstsein hat mit Selbstvertrauen / Mut zu tun und  der inneren Überzeugung , dass ich mit meinen Fähigkeiten für mich selbst und meine Mitmenschen Sinnvolles bewirken kann.

"Neurobiologische" wissenschaftliche Studien / Erkenntnisse bestätigen, dass unser komplexes Gehirnsystem  gelungenes Miteinander  mit der Ausschüttung von Botenstoffen  belohnt. "Die verbindenden Gefühle"  der positiven Zuneigung motivieren,  lassen uns Neues wagen und erzeugen seelische Gesundheit. .

 

"Was immer du tun kannst,
oder träumst, es tun zu können,
fang damit an!
Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich"

Johann W. Goethe
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Mut bedeutet, sich dem Leben mit seinem Wechsel zwischen Freude und Kummer zu stellen; die eigenen Taten anzuerkennen und ihre Folgen zu akzeptieren; fähig zu sein, sich der Kritik zu stellen; fähig, zu sein, die eigenen Unzulänglichkeiten zuzugeben, ohne sich entehrt zu fühlen; fähig zu sein, die eigene Richtung zu ändern; bereit zu sein, sich, wenn nötig, manchmal unbeliebt zu machen; mit den eigenen Angelegenheiten selbst fertig zu werden, ohne dauernd andere damit zu behelligen. Mutig sein heißt schließlich, sich für alles, was man in Beziehung auf die Gemeinschaft tut, selbst verantwortlich zu fühlen. «

Aus  gelebte Geschichte der Psychotherapie, Sidonie Reiss